Zum Schluss haben wir die Messungen zum Durchsatz und zur Reichweite durchgeführt - das Messverfahren ist unter Testmethoden: Praxisorientiertes WLAN-Testverfahren nachzulesen.
Dazu haben wir das schnelle Pärchen von Access Point und PC-Card wieder in den proprietären Super-G-108-MBit/s-Modus geschaltet und völlig unverschlüsselt gefunkt. Im Super-G-Modus schaltet sich der Access Point zwangsweise auf Kanal 6. Die in unserem Dell C840 Laptop installierte 108-MBit/s-WLAN-Karte passt sich entsprechend auf Kanal 6 an.
Mit dem 108-MBit/s-Notebook stehen wir im DG-Links zwei Meter vom 108-MBit/s-AP entfernt und senden 10 Mal hintereinander 1.000 kByte große Dateien an einen Windows XP Rechner hinter dem AP: Dabei kommen wir auf einen Durchschnitt von 41,25 MBit/s - mit sehr geringen Abweichungen vom Mittelwert.
Der durchschnittliche (!) Netto-Durchsatz von 41,25 MBit/s auf kurze Distanz ist zurzeit der haushohe WLAN-Speed-Rekord in unserem Messbüro .
Zum Vergleich:
Das bisher zweitschnellste WLAN-Pärchen war ein 802.11g-System von Belkin (brutto: 54-MBit/s) mit einem Chipsatz von Broadcom, das netto gut 24 MBit/s erzielte. Das Intel Centrino-Funkmodul in einem IBM ThinkPad R40 erreichte im Frühling 2003 an einem Intel PRO 5000 Profi-AccessPoint in exakt gleicher Messumgebung auf zwei Meter Abstand 4,36 Megabit pro Sekunde.
Der Quotient aus dem Messdatum der Netgear-Super-G-Geräte (41,25 MBit/s) und dem Messdatum des Intel Centrino-Notebooks (4,36 MBit/s) ist 9,46 - damit liegt Netgears Marketingaussage auf der 108-MBit/s-Schachtel: "Up to 10X faster than 802.11b" also dicht bei der Wahrheit.
