Wiederauferstehung: Pentium III 1.4 GHz auf Slot-1-Motherboards

18:00 - 16/02/2003 von Patrick Schmid

Besitzer eines Pentium-III-Rechners auf Basis von Intels 440BX-Chipsatz sind in einer glücklichen Lage: Mit geringem Aufwand lassen sich viele dieser Rechner mit modernen Prozessoren von bis zu 1,4 GHz ausstatten - allen Unzulänglichkeiten bei Sockel, Prozessorspannung und BIOS-Unterstützung zum Trotz.

Bereits im September zeigten wir, wie sich aktuelle Pentium-III-Prozessoren mit Tualatin-Kern auf älteren Moterboards betreiben lassen. Intel hat das Pinout gegenüber dem Vorgängerchip Coppermine geringfügig verändert, so dass für den neuen Rechenknecht auch eine neue Platine gekauft werden musste.

Auch beim Pentium 4 hat Intels Produktpolitik viele Anwender im Regen stehen lassen: Die erste Generation auf Basis des Sockel 423 wurde nach nur einem Jahr als veraltet erklärt und durch den Sockel 478 ersetzt, welcher bis heute die Basis für den Pentium 4 bildet.

Trotz oder gerade wegen dieser Widrigkeiten werden immer wieder Adapter gebaut, mit deren Hilfe neueste Prozessoren auch auf alten Motherboards betrieben werden können. Selbst Intel hat diese Art der Aufrüstung in der Vergangenheit auch selbst gern betrieben und Prozessoren samt integriertem Adaptermodul unter dem Namen "Overdrive" verkauft.

Heute geht es jedoch nicht um die Aufrüstung eines 486 zum Pentium oder eines Pentium zum AMD K6, sondern um die Verwendung eines schnellen Pentium III Prozessors auf Motherboards der ersten Generation. In diesem Zusammenhang fällt einem der BX-Chipsatz ein (82440BX), welcher für den Pentium III den Durchbruch zum Massenmarkt einläutete. Noch immer ist eine erhebliche Anzahl an Systemen auf Basis dieser Technologie im Einsatz.

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