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WinFS-Dateisystem für Windows Longhorn: schneller & intelligenter
1 - WinFS soll FAT und NTFS ablösen
Vor rund 20 Jahren konnte das seinerzeit geläufige Microsoft-Betriebssystem MS DOS 2.0 Festplatten nur bis zu einer maximalen Größe von 16 MByte verwalten. Die aus heutiger Sicht lächerliche Speicherlimitierung war für die wenigen PC-Anwender allerdings kein echtes Problem: Die "Massenspeicher" waren nämlich fast so teuer wie ein Farbfernseher. Als gravierender erwies sich in den 80er und 90er Jahren die Verschwendung teuren Speicherplatzes durch das weit verbreitete Betriebssystem DOS. Auch die ersten Windows-Versionen waren nicht in der Lage, den physikalisch zur Verfügung gestellten Speicherplatz auf der Platte komplett auszunutzen.
Keine 25 Jahre, aber zahllose Computer-Generationen später, hat sich das Problem ins Gegenteil verkehrt. Nicht die Limitierung der Festplattenkapazitäten stellt Entwickler vor Probleme, sondern die Verwaltung gigantischer Datenmengen auf fast unbegrenzt großen Speichermedien. FAT-Systeme waren nie für die Administration von mehreren hundert Megabyte großen Dateien auf 200 GByte großen Platten ausgelegt.
Mit der nächsten Windows-Generation zieht Microsoft die Konsequenzen aus diesem Dilemma. Das Filesystem Windows Future Storage (Win FS) soll Einzug in den XP-Nachfolger Longhorn halten. Erstmals wird dann eine reine Server-Technologie auf Heim-PCs zum Einsatz kommen. Diese verwaltet die Daten über eine relationale Datenbank. Dieser Artikel zeichnet die Entwicklung nach und gibt einen Ausblick auf das zukünftige Dateisystem.

Anhand der neuen Filterkriterien zeigt Longhorn bereits die Richtung: Dateien werden mehrfach indiziert, Ordnerstrukturen verlieren an Bedeutung.
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