Eigenschaften und Aufbau
Mit dem Rampage II Extreme überführt Asus die Hausmarke „Republic of Gamers“ (ROG-Produkte) in die neue Core i7-Generation und hebt sich mit dessen Übertakter-freundlichen Funktionen von den anderen Produktfamilien des Unternehmens ab.
Allerdings müssen Sie wahrscheinlich zweimal hinsehen, um die zusätzlichen Übertaktungs-Funktionen zu entdecken. Immerhin besteht der deutlichste Unterschied zwischen der ROG-Serie und den anderen Asus-Produkten in der Verwendung knalliger Farben und glänzender Kühler-Abdeckungen, die den ambitionierten Übertakter ansprechen sollen. Im US-Raum mag dies wichtig sein; der deutsche Kunde findet solche Spielereien höchstens nett. Die Auswüchse zeigen sich in Form eines riesigen Southbridge-Kühlers, ein leuchtendes „Republic of Gamers“-Logo und rote Abdeckungen über den Kühlern der Spannungsregler (VRM), die eher hinderlich für einen guten Luftzug sein dürften.
Der zweite Blick fällt auf einen Kippschalter, der von Schaltern und Miniatur-Anschlüssen umgeben ist. Anhand dieses Schalters lassen sich die Asus TweakIT- und ProbeIT-Funktionen bedienen. Mit einem externen, monochromen LCD-Display können Anwender Spannungen und Frequenz-Einstellungen anpassen, ohne dabei andere Programme zu unterbrechen, die eventuell auf dem Desktop-Monitor laufen. Diverse mitgelieferte Kabel werden durch ProbeIT-Anschlüsse mit dem Board verbunden und ermöglichen auf diese Weise die Verwendung eines Drittanbieter-Spannungsmessers, so dass dieser leichter mit den Spannungs-Leitern des Motherboards verbunden werden kann.
Die drei PCIe 2.0 x16-Steckplätze bieten ausreichend Platz für Grafikkarten mit Doppelt-Slot-Grafikkühlung. Allerdings reicht jede Double-Slot-Karte im dritten Steckplatz einen einzelnen Steckplatz weiter über die Unterseite der sieben Steckplatz ATX-Gehäuses hinaus. Somit schränken Gehäuse, die streng am ATX-Standard festhalten, Hersteller oftmals auf maximal zwei Karten ein, obwohl das Board auch 3-Way SLI-Konfigurationen mit drei Grafikkarten unterstützt. Bei Asus entstand dieses Problem, weil das Unternehmen den obersten x16-Steckplatz in der dritten Position von oben angebracht hat, wobei die oberste Position mit Chipsatz-Kühler und der Platz darunter mit einem Audio Riser-Interface besetzt sind.
Wie die meisten Motherboards auf Basis des X58 Express-Chipsatzes teilen sich der zweite und dritte Steckplatz zudem Ressourcen, wodurch ein Arrangement aus drei Karten auf x16/x8/x8-Link-Breiten beschränkt wird. Elektronische Schalter entdecken eine dritte x16-Karte automatisch, so dass – wenn diese nicht vorhanden ist – dem zweiten Steckplatz alle 16 Pathways des PCI Express-Interface automatisch zur Verfügung stehen.
Andere Erweiterungen umfassen einen einzelnen 32-Bit PCI-Slot sowie zwei PCIe x1-Steckplätze. Der schwarze x1-Steckplatz erfüllt eine Doppelfunktion, da er zudem als Audio Riser für eine im Lieferumfang enthaltene Codec-Karte genutzt werden kann.
Ein weiterer Faktor, der davon abschreckt, das Rampage II Extreme in ein mittelgroßes Gehäuse zu verbauen, ist die Tatsache, dass das Board genau einen Zoll höher ist als der ATX-Formfaktor in voller Bauhöhe. Anwender, die sich nicht sicher sind, welche Möglichkeiten sie hier haben, sollten zunächst sicherstellen, dass sie die notwendigen 10,5625 Zoll Platz zwischen den Laufwerksschächten und der Rückseite der Gehäuse zur Verfügung haben. Zudem sollten Sie auf Gehäuse achten, die der Installation von Serial ATA (SATA)-Kabeln in die Quere kommen, denn die sechs ICH10R-Ports zeigen nach vorne.
Anwender, die sich ein passendes Gehäuse für ein derart großes Motherboard ausgesucht haben, dürfte es wohl kaum stören, dass sich der Floppy-Anschluss fast unerreichbar am unteren Ende des Motherboards befindet. Immerhin werden diese altertümlichen Anschlüsse normalerweise nur noch für die Installation von RAID- oder AHCI-Treibern unter veralteten Betriebssystemen wie Windows XP etc genutzt. Ganz ähnlich befindet sich auch der Ultra ATA-Anschluss zu nah am unteren Rand des Rampage II Extreme und erlaubt so keine einfache Verkabelung mit den oberen Laufwerksschächten eines großen Gehäuses; allerdings sind auch die passenden Geräte veraltet und bei Enthusiasten vermutlich kaum mehr anzufinden.
Der klassische JMicron JMB363 bietet einen zusätzlichen SATA-Anschluss, einen eSATA-Port und den Ultra ATA-Anschluss.
Zwei Marvell 8838056-Controller nutzen getrennte PCIe-Pathways für duales Gigabit Ethernet mit Unterstützung für Teaming, während man für den VT6308P 2-Port FireWire 400 Controller von VIA außer Legacy PCI nichts weiter benötigt.
| Asus Rampage II Extreme (Revision 2.01G) | |
|---|---|
| Northbridge | Intel X58 Express |
| Southbridge | Intel ICH10R |
| Spannungsregelung | 16 Phasen |
| BIOS | 0903 (12/31/2008) |
| 133,3 MHz Grundtaktung | 133,6 MHz (+0,20%) |
| Taktungsgenerator | ICS 9LPRS918JKLF |
| Anschlüsse und Interfaces | |
| On-Board | 3x PCIe 2.0 x16 (Zwei mit Shared Pathways) |
| 2x PCIe x1 | |
| 1x PCI | |
| 3x USB 2.0 (2 Ports pro Anschluss). | |
| 1x IEEE-1394 FireWire | |
| 1x Floppy | |
| 1x Ultra ATA (2 Laufwerke) | |
| 7x SATA 3,0 GBit/s | |
| 1x Fan 4-Pin (CPU) | |
| 7x Fan 3-Pins (Chassis, Power) | |
| 1x Power-Switch | |
| 1x Reset-Switch | |
| 1x externer LCD Poster-Anschluss | |
| 3x TweakIt Übertaktungsschalter | |
| 8x ProbeIt Spannungs-Tast-Anschluss | |
| I/O-Panel | 1x PS2 (Tastatur) |
| 6x USB 2.0 | |
| 1x CLR_CMOS-Schalter | |
| 2x RJ45 Ethernet | |
| 1x IEEE-1394 FireWire | |
| 1x External SATA (eSATA)-Anschluss | |
| Mass-Storage-Controller | |
| Intel ICH10R | 6x SATA 3,0 GBit/s (RAID 0, 1, 5, 10) |
| JMicron JMB363 PCIe | 1x Ultra ATA-133 (2 Laufwerke) |
| 1x SATA 3,0 GBit/s | |
| 1x eSATA 3,0 GBit/s | |
| Netzwerk-Anbindung | |
| 2 x Marvell 88E8056-NNC1 PCIe | Dual Gigabit LAN mit Teaming |
| Audio | |
| SupremeFX X-Fi Riser (ADI AD2000BX HD Audio) | 8-Kanal (7.1 Surround)-Ausgang |
| EAX Advanced HD 4.0, CMSS-3D, Crystalizer | |
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Öhm.... Warum werden fast nur Sachen getestet,
bei den CPU und Grafikkarte unabhängig von Mainboard
die Leistung bringen, nicht aber Mainboard limitierte
Dinge wie SATA-, USB-Übertragungsraten und Spannungsstabilität?
Ich hätte auch ein Gigabyte UD-Brett im Test gesehen,
dass ja deutlich weniger Strom fressen soll als alle anderen Bretter.
Dennoch danke für die kurze Übersicht.
Ohne jetzt einen Nutzen für ein solches Brett zu haben, fände ich von den 6 das Gigabyte von Layout am Besten, auch wenn mir die Anordnung der SATA-Ports dort ebenfalls missfällt, dafür finde ich das restliche Design top.
Allerdings wären Tests für HD, RAM, USB und Spannungen, wenn schon jedesmal auf OC-Board hingewiesen wird, deutlich interessanter.