AMD setzt auf Intel-Lizenz

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12:40 - 16. Oktober 2008 von Thomas Kretschmann

Intel hat nach AMDs Gründung der »Foundry Company« bereits Bedenken über die Weiterführung des x86-CPU-Lizenzabkommens angemeldet. AMD ist sich jedoch sicher, sie behalten zu können.

Ob AMD die »ernsten Fragen« zum Lizenzabkommen für die Fertigung von x86-CPUs gegenüber dem großen Konkurrenten Intel zu dessen Zufriedenheit bereits beantwortet hat, ist nicht bekannt (siehe hierzu »Intel übt Kritik an AMDs Plänen«). Doch die AMD-Führung ist sicher, die wichtige Genehmigung auch nach der Aufspaltung des Konzerns behalten zu dürfen: »Bei der Gründung der Foundry Company haben wir den Rahmen des Abkommens strikt beachtet«, erklärt Harry Wollin, AMD-Vize gegenüber Dresdner Neueste Nachrichten. Behaupte Intel etwas anderes, dann wurde der Vertrag wohl nicht richtig gelesen.

Ausschnitt aus dem Lizenzabkommen zwischen Intel und AMDDas gegenseitige Lizenz-Abkommen — teils geheim, teils einzusehen — wurde ursprünglich schon 1995 beschlossen und 2001 nochmals erneuert. Es legt fest, dass die beiden CPU-Hersteller jeweils Technologien des anderen für die eigenen Chips nutzen dürfen. Interessant ist vor allem Sektion 1.22: Demnach gilt die Lizenz auch für Tochterfirmen, die AMD zu 50 Prozent kontrolliert. Dies ist aber bei der Foundry Company nicht der Fall, und genau darüber mokiert sich Intel: AMD gehören davon 44,4 Prozent, den Rest hält »Advanced Technology Investment Company« (ATIC) aus Abu Dhabi.

Die AMD-Sprecher Jan Gütter und Jens Drews betonen aber, dass das Abkommen nicht gefährdet ist: »Unsere Anwälte haben diese Problematik sehr sorgfältig geprüft, wir sind uns sicher, dass uns kein Unbill droht«.

Dokumenten-Ausschnitt: FindLaw.com

Die letzten Nachrichten zu AMD bei Tom’s Hardware:

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten

Kommentare zum Beitrag
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Shini 16/10/2008 13:17
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-2+

"Dies ist aber bei der Foundry Company nicht der Fall, und genau darüber mokiert sich Intel: AMD gehören davon 44,4 Prozent, den Rest hält »Advanced Technology Investment Company« (ATIC) aus Abu Dhabi."

mokiert? Mokiert heisst sowas wie "auslachen" ich weis nicht ob das hier so genau passt oO

Ansonsten hat AMD Pech. Wenn es tatsählich genau 50% sein müssen, ist das eindeutig ein Vertragsbruch... da können Anwälte meinen was sie wollen. Aber naja, wer weis was da noch so alles im Spiel ist.. *hustschmiergelderhust*

FreXxX 16/10/2008 13:20
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-1+

afaik heisst mokieren beschweren.

Anonymer Nutzer 16/10/2008 13:26
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--1+

Zitat :Demnach gilt die Lizenz auch für Tochterfirmen, die AMD zu 50 Prozent kontrolliert. [...]
»Unsere Anwälte haben diese Problematik sehr sorgfältig geprüft, wir sind uns sicher, dass uns kein Unbill droht«.


Warum beschleicht mich das Gefühl, dass Intel doch noch klagen wird. ich meine, wenn in diesem Vertrag geregelt(!) ist, dass die Lizenzen nur von Firmen weiterverwendet werden dürfen, an denen AMD minimum 50% Anteil hat, dann ist der Fall doch klar!
44,4% ist nun mal kleiner als 50% und dass man in Amerika Korinthenkacker hat, ist auch bekannt. Da gehen die Rechtsanwälte von AMD aber sehr blauäugig in den Ring mit Intel... und Intel dürfte so ein rechtlicher Fauxpas seitens AMD ja nur recht kommen, gilt es, den Erzfeind in Sachen CPU (und Grafik?) auszustechen...

Naja, vielleicht erlaubt Intel auch eine Anpassung des Abkommens und senkt den Prozentsatz, den AMD an einer Firma haben muss, um die Lizenz zur Weiterverwendung weiterzugeben. Man wird sehen, wie der Spass noch ausgeht. Nur wenn Intel AMD nun auch noch bis auf die Knochen verklagt, dann dürfte das für AMD ziemlich sicher einen WEITEN Rückschlag bedeuten!

digger66a 16/10/2008 13:33
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-1+

Demnach gilt die Lizenz auch für Tochterfirmen, die AMD zu 50 Prozent kontrolliert. [...]

Und das ist so!

Amd hat zwar nur 44.4% anteile an der Foundry, hat allerdings trotzdem
50% stimmrecht und kontrolliert die Foundry somit zu 50 %

jehaa 16/10/2008 14:00
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-1+

da muss ich mich digga66a anschließen, 44,4% der aktien sagen nichts über die stimmrechte aus, wenn wie hier von "Kontrolle" geredet wird wird es wohl so sein dass amd 50%+1 stimmberechtigte Aktien besitzt. Aktien und Stimmrechte sind im Wertpapiergeschäft nich unbedingt gegeben. Kann also sein dass amd da völlig auf der sicheren Seite is.

Blackmarket 16/10/2008 14:14
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-0+

Wenn Intel den Vertrag kündigt könnte AMD auch einfach seine 64Bit Lizenz für sich behalten ... das will Intel sicher auch nicht ;)

Anonymer Nutzer 16/10/2008 16:02
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--1+

Ich glaube nicht, dass Intel AMD die Lizenz entzieht. Wenn sie das tun, haben sie keine Konkurrenz mehr (Ausser VIA, aber naja...) und das Monopol, dann wird da einiges von den Kartellbehörden auf Intel zukommen...

TheCritter 16/10/2008 16:13
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-0+

Glaube die werden sich schon einigen. Intel müsste sonst auf 64bit verzichten und AMD auf 32bit, SSE oder so ähnlich.
Wegen den paar Prozent soll sich Intel nicht so haben. Wollen halt einfach nur mal stenkern.

furi82 16/10/2008 17:23
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--2+

ICH würd mal sagen dam man keine wilden spekulationen gebrauch kann wenn man nicht das ganze abkommen kennt. AUßERDEM sage ICH das die technologie nur an firmen weitergegeben wird die maßgeblich an forschung und weiterentwicklung arbeiten unddas ist ja bei der Foundy bla bla nicht der fall weil die nur produzieren ^^

mfg

Anonymer Nutzer 16/10/2008 21:30
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-0+

Ich denke Shini hat recht, "mokieren" heißt etwas auslachen, sich über etwas beschweren heißt afaik "monieren", korrigiert mich wenn ich falsch liegen sollte ;-)

mfg

wamp 16/10/2008 23:56
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-0+

AMD kontrolliert zu 50% diese Firma! das kann es nicht sein, eher punkt 1.22(a)

Zitat :owns or controls (either directly or indirectly) or originally contributed (either directly or indirectly) at least fifty percent (50%) of the tangible and intangible assets of such entity


das ist so ziemlich das einzige, was schwammig formuliert ist, denn 50% der vermoegenswerte besitzen sie nicht. aber sie kontrollieren sie zu 50%... so, und jetzt kann man das auslegen wie man will.

b(2) entfaellt und b(1) trifft eindeutig zu, AMD besitzt 50% der stimmrechte

ach ja, wenn man sich ueber etwas mokiert, mach man sich darueber lustig! aber vielleicht ist das ja wieder so ein deutsches sprachphaenomen.. wie das ch bei den sueddeutschen, welche doch felsenfest behaubten, dass das wie k ausgesprochen wird.. mein konter: sag mal chile..

Anonymer Nutzer 17/10/2008 00:19
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-0+

Tja, so ist das nunmal, wenn zwei sich streiten freut sich der dritte.
Wobei "freuen" auch nicht unbedingt das passende Wort ist. Es entsteht ein riesiger Medienwirbel, der allemal wirksamer ist, als alle Werbung.
Dadurch, dass auch ohne Ende Gerüchte gestreut werden, wird die Sache nicht besser. Ich würde erstmal abwarten. Wenn es jetzt Hamsterkäufe gibt, nur zu. Kann mit Sicherheit beiden Firmen nicht schaden. Vielleicht schaffen die dann zu Jahresabschluss doch ihre Hochrechnungen trotz Finanzkrise einzuhalten ;)

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