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Man sollte es eigentlich nicht für möglich halten: Noch immer kann man viele hundert Euro für einen hochwertigen DVD-Player ausgeben. Was das gute Stück dann aber leistet, mag vielleicht Hand und Fuß haben - doch besonders umfangreich ist der Funktionsumfang selten.
Besser gefallen da schon die Alleskönner. Hersteller KiSS hat sich hierbei doch Divx-fähige und mit Netzwerkanschluss versehene Multimedia-Player bereits einen Namen gemacht.
Doch an den Leistungsumfang des Xbox Media Center kommt keine uns bislang bekannte Lösung heran. Das erstaunliche: Das XBMC ist von den Entwicklern grundsätzlich kostenlos zu haben und auch eine passend gemachte Xbox ist samt Fernbedienung und A/V-Kabel erschwinglich.
Anhand der weiten Verfügbarkeit fertiger Programmpakete für modifizierte Xboxen lässt sich erkennen, dass Microsoft nicht auf die Bedürfnisse der Anwender eingegangen ist, denn bei weitem nicht jeder Anwender ist darauf aus, illegale Softwarekopien zu betreiben.
Eine auf Audio und Video spezialisierte Xbox mit den Charakteristika des getesteten Media Center zum angemessenen Preis wäre vermutlich der Renner gewesen, doch die Xbox bleibt, was sie sein soll: Eine Spielekonsole.
Trost kann man in der Tatsache finden, dass die Entwickler momentan mit Hochdruck an einer konventionellen Version des XBMC arbeiten, um selbige Funktionalität auch unter Windows zur Verfügung zu stellen. Da die Wiedergabe aller Medienformate in einem einzelnen Programm übersichtlich ermöglicht wird, macht auch der Einsatz einer Infrarot-Fernbedienung per IrDA oder USB-Empfänger Sinn, da die Tasten der Fernbedienung nun mit einfachen Tastaturkommandos programmiert werden können.
Auch wenn dann ein schneller P4 zum Einsatz kommt und womöglich HDTV problemlos wiedergeben kann: Das Preis-/Leistungsverhältnis der Xbox wird noch eine Weile ungeschlagen bleiben.
