HP nx6125 vs Dell D610:Wer ist kühler?

Seite zurück Seite vor
18:00 - 26/11/2005 von Harald Thon

Wie die Lautstärke hängen auch die Temperaturen eines Notebooks bzw. die des Gehäuses maßgeblich von der gerade laufenden Anwendungen sowie der Güte des integrierten Kühlsystems ab. Aber auch Konstruktionsdetails des Gehäuses spielen hierbei eine maßgebliche Rolle.

Der wohl extremste Anwendungsfall liegt vor wenn die CPU und der Arbeitsspeicher gleichermaßen stark belastet werden. In diesem Fall sollte sich

Die Test-Systeme nahezu maximal aufheizen.

Notebooks mit besonders performantem Grafikchip kann man dagegen unter Umständen durch kontinuierliches Ausführen eines Spiels in den thermischen Grenzbereich zwingen. Denn bei diesen Systemen verbraucht der Grafikchip wesentlich mehr Strom als die CPU.

In unserem Beispiel stellt also die Applikation Bildbearbeitung vom Versuchstag Kreativ eine geeignete Methode dar die Systeme aufzuheizen.

Position des Sensors AMD Turion 64 Intel Cemtrino
Lüfterausgang 60.8°C 62.3°C
Gehäuse - Handballen 34.9°C 35.0°C
Gehäuse - Arbeitsspeicher 50.2°C 57.2°C
Gehäuse - Festplatte 41.0°C 47.6°C

Wie an Beispiel der Momentanwerte der Temperatur während des Szenarios Bildbearbeitung zu sehen ist, kann ein Centrino-Notebook durchaus schon mal wärmer sein, als die bei der Mehrzahl des Publikums als Heizkraftwerk verschrienen AMD-Boliden. Sie vermissen an dieser Stelle die Temperatur des CPU-Cores? Richtig - diese lag beim Centrino-Gerät bei bis zu 92 °C, weshalb die CPU dann auch drosselte (siehe auch im Text weiter oben). Der Core des Turion 64 ML-40 heizte sich dagegen nur bei maximal 77°C auf. Das der Arbeitspeicher im Centrino-Gerät trotz erheblich niedrigerer Versorgungsspannung des DDR2-Speichers deutlich wärmer wird, liegt vermutlich an einem kleinen aber wichtigen Unterschied in der Gehäusekonstruktion: Während sich beim HP nx6125 neben dem DDR-RAM-Modul-Schacht Entlüftungsschlitze finden, sind die DDR2-module im Latitude D610 durch die Klappe hermetisch abgeriegelt. Ein schneller Wärmeaustausch ist somit nicht möglich.

Am HP-Notebook finden sich seitlich neben dem RAM-Schacht-Lüftungsschlitze....

Beim D610 ist der Speicher inklusive Abwärme hinter der Klappe abgeschottet.

Natürlich traten während des zweiwöchigen Dauertests auch gelegentlich am Turion 64-System an der einen oder anderen Stelle bei der einen oder anderen Anwendung mal etwas höhere Temperaturen auf, wie die in der Tabelle angegebenen.

Wir wollten Ihnen mit diesem Zahlenbeispiel nur einmal exemplarisch beweisen, wie haltlos die Beziehungen "Intel=wohltemperiertes System, AMD= heißes Notebook" in der Praxis sind. Ein sorgfältig konstruiertes Notebook mit AMD-Technik innen drin, kann genauso kühl und leise sein, wie ein Laptop das auf Intel-Bausteinen basiert.

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
Google Anzeigen
Anzeige

Beste Angebote

Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Weiteres aus Consumer Electronics
Alle Weiteres aus Consumer Electronics Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner