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Zwei CPUs auf einem Chip: Intel Pentium D

19:00 - Montag, 4. April 2005 von Patrick Schmid
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1 - Doppelter Antrieb: Pentium Extreme Edition und Pentium D 840

Intel packt zwei CPU-Kerne in einen Prozessor - was ist von Dual-Core-Systemen zu erwarten? Im Labortest: Erste Prototypen des Pentium D und Pentium Extreme Edition im THG-Vergleich.
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Die beiden Hersteller AMD und Intel haben seit einiger Zeit den Gigahertz-Wettlauf eingestellt. Doch jetzt tobt der Kampf auf einer anderen Ebene weiter. Durch die ständige Verkleinerung der Strukturen nehmen die Prozessor-Kerne immer weniger Fläche ein, so dass die Idee der Unterbringung mehrerer CPU-Einheiten auf einem Chip sowohl bei AMD als auch bei Intel herangereift ist. Und Intel ist als erster Hersteller soweit, der lauffähige CPUs anbieten kann. Unter der Betrachtung des Performance-Aspekts handelt es sich um den größten Schritt seit der Überschreitung der Gigahertz-Schwelle, denn erstmals sind wieder signifikante Leistungssteigerungen zu erwarten. Und in diesem Punkt sind sich die beiden Kontrahenten ausnahmsweise einig : Deutlich höhere Taktraten sind kurzfristig nicht zu erwarten - sehr schnell steigt die Verlustleistung in Schwindel erregende Höhen. Zwei bis acht vollwertige Prozessoreinheiten, untergebracht auf einem Chip, sollen es in mittelfristiger Zukunft richten.

Zwei Recheneinheiten, so viel ist von Dual-Prozessor-Systemen bereits hinreichend bekannt, führen jedoch nicht automatisch zu einer Verdoppelung der Rechenleistung. Neben der notwendigen Hardware-Architektur muss das Betriebssystem in der Lage sein, zwei oder mehr Prozessoren mit den anstehenden Aufgaben zu beschäftigen. Idealerweise arbeitet moderne Software jedoch "threaded" : Verschiedene Funktionen laufen dabei in autarken Programmsträngen, die der Scheduler von Windows XP dann auf alle Prozessoren verteilt. Damit soll eine bessere Lastverteilung und ein besseres Ansprechverhalten des Systems erreicht werden.

Dass dieses Prinzip funktioniert, hat Intel mit der Einführung von Hyper Threading im Herbst 2002 bereits vorgeführt. Ab dem Pentium 4 mit 3,06 GHz können alle schnellen P4 Modelle zwei Threads parallel abarbeiten. In der Praxis führt das zwar nur in bestimmten Fällen zu Leistungssteigerungen, doch das System bleibt dadurch praktisch immer "ansprechbar". Nerviges Warten auf Mausklicks aufgrund von 100% CPU-Auslastung gibt es somit kaum noch.

Künftige Pentium-Prozessoren sollen von der durch Intel vorangetriebenen Thread-Optimierung profitieren, denn wo ein P4 mit Hyper Threading durch parallelisierte Code-Abarbeitung nur leicht an Leistung gewinnt, soll ein Dual-Core-Prozessor mit zwei realen Recheneinheiten tatsächlich einen Leistungsschub ermöglichen. Bei einem Einstiegspreis von 240 Dollar für das 2,8-GH-Modell des Pentium D 820 ist das kein schlechtes Angebot.

Wir hatten die Möglichkeit, ein erstes Prototyp-System von Intel zu begutachten und ausführliche Tests durchzuführen. Der Rechner basiert auf dem in Kürze erwarteten 955X-Chipsatz sowie des Pentium-Prozessors als Extreme Edition. Intel-Pressereferent Christian Anderka betonte ausdrücklich, dass das System lediglich als Technologie-Demo dient. Der eigentliche Produktstart der Dual-Core-Prozessoren sowie deren Verfügbarkeit liegen nach wie vor "irgendwann im zweiten Quartal".


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