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Zweiter Versuch: Pentium 4 600er Serie und Extreme Edition 3,73 GHz

18:00 - Montag, 21. Februar 2005 von Patrick Schmid
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3 - Leistung versus Funktionalität

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Wir halten es zwar für wahrscheinlich, dass ein P4 mit 4 GHz bis Ende des Jahres in den Handel kommt. Deutliche Mehrleistung durch schneller getaktete Prozessoren wäre aber nur dann möglich, wenn die Taktraten signifikant stiegen - und das ist auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Ähnlich sieht dies übrigens auch bei AMD aus : Mit bis zu 2,6 GHz sind die Athlon-64-Prozessoren zwar vielmals schneller als Intel-Modelle bei erheblich höherem Takt. Doch die 3-GHz-Schwelle wird dieses Jahr vermutlich nicht mehr erreicht werden.

Warum also sollte man einen neuen Rechner kaufen, wenn die neuen Systeme nicht mehr nennenswert schneller sind als die Vorgängermodelle ? Beide Hersteller arbeiten mit Hochdruck daran, den so genannten Value ihrer aktuellen Produkte zu steigern. Zum einen geschieht dies ganz klassisch über mehr Performance, zum anderen durch mehr Funktionen, die den Prozessor aufwerten.

Die der 600er-Serie des Pentium 4 implantierten Features sind für sich gesehen wünschenswert und teilweise notwendig. Allerdings muss klar festgehalten werden, dass die Athlon-64-Familie von AMD alle von Intel jetzt nachträglich eingeführten Funktionalitäten bereits seit 18 Monaten beherrschen.

Sowohl AMD als auch Intel haben erkannt, dass die Leistung aktueller Prozessoren durch Taktsteigerungen nicht mehr sonderlich wächst. Stattdessen ist dieses Jahr Parallelisierung angesagt : Schon im zweiten Quartal wird Intel den Smithfield-Prozessor anbieten - ein auf Prescott basierender Dual-Core-Prozessor mit zwei Mal 1 MB L2-Cache, 200 MHz FSB-Takt und 2,8 bis 3,2 GHz Taktrate. Allerdings wird dieser entgegen unserer ersten Erwartungen doch neue Hauptplatinen erfordern, denn ein paar Pins des Sockel LGA775 wurden umspezifiziert.


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